Wer war Kolping?
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"Gesellenvater" Adolph Kolping

 

Der Schustergeselle Adolph Kolping hatte in seinen Wanderjahren die Sorgen unverheirateter Handwerksgesellen ausgiebig kennen gelernt: In den Herbergen und Wirtshäusern fanden sie zwar Unterkunft, aber kein wirkliches Zuhause. Ein Leben in der Gemeinschaft mit Freunden und Gleichgesinnten war hier kaum möglich. Unter diesen Bedingungen war es auch fast ausgeschlossen, sich weiterzubilden.

Adolph Kolping versuchte das zu ändern. Er war inzwischen Priester geworden und gründete den Katholischen Gesellenverein. In den Kolpinghäusern fanden Handwerksgesellen eine Heimstatt. 1864 schlossen sich 400 Vereine mit 60.000 Mitgliedern im Kolpingwerk zusammen. Priester, Sozialreformer, Publizist, Seelsorger und ”Gesellenvater” - alle diese Tätigkeiten kennzeichnen Adolph Kolping (1813-1865).

Adolf Kolping wurde 1813 in Kerpen geboren. Er sah es als seine vordringlichste Aufgabe an, jungen Menschen für die Zeit ihrer Berufsausbildung ein Heim zur Verfügung zu stellen. In diesen später nach ihm benannten Kolpinghäusern wollte er jungen Leuten das christliche Menschenbild als die bessere Alternative erlebbar machen. Ziel seiner pädagogischen und sozialen Arbeit war der verantwortliche Christ in Beruf, Familie und Gesellschaft. 

Die Not seiner Kollegen war für ihn eine Herauforderung. Er gab seinen Beruf auf, studierte Theologie und wurde 1845 zum Priester geweiht. Kolping kam bald nach Köln, wo er am 6. Mai 1849 den ersten Katholischen Gesellenverein gründete. Er starb im Jahre 1865 in Köln und wurde 1991 in Rom selig gesprochen.

Innerhalb kurzer Zeit verbreitete sich die Idee der Selbst- und Gemeinschaftshilfe bis an die Grenzen Europas und nach Übersee. 

Heute setzt sich sein Lebenswerk in mehr als 50 Ländern in allen Erdteilen fort.